Um die Ecke denken - Ideen finden und die Kreativität

Um die Ecke denken – Ideen finden und die Kreativität

Heute geht es wieder einmal um ein Thema, das du auf viele Bereiche übertragen kannst. Um die Ecke denken, Lösungen und neue Ideen finden, sind beim kreativen Tun deine ständigen Begleiter. Ob du zeichnest oder Märchenerzählerin werden willst, ob du Autos entwirfst, Schattentheater machst oder einen Blog starten willst. 

Um die Ecke denken – neue Wege im Denken

Dass du um die Ecke denken kannst ist eine zentrale Fähigkeit im künstlerischen Prozess und kreativen Denken.

Scheinbare Umwege sind dabei oft eine Abkürzung. Nutze dein divergentes Denken, beschäftige dich offen, spielerisch und experimentierfreudig mit deinem Thema.

Wenn du zu geradlinig vorgehst, kann das langweilig sein – sowohl für dich beim Gestalten, als auch für das Ergebnis deiner Arbeit. 

Lass dich überraschen, überrasche, stell dir Fragen und beschäftige dich mit etwas völlig anderem.

Statt verzweifelt nach dem richtigen Märchen zu suchen, lass frischen Wind in deinen Kopf. Lies einen Roman, schau dir einen Film an, geh auf eine Zeitreise in die Vergangenheit, erschaure vom Kitsch auf den Flohmarkt, blättere Groschenromane durch.

Und suche dort nach Antworten.

Verwechsle das jedoch nicht mit Ablenkung! Was immer du tust, halte deine gestalterischen Fragen wach, bleib innerlich dran an deinem Projekt und lass dich nicht ablenken.

 

Beitragsfoto: Um die Ecke denken - Ideen finden und die Kreativität

 

Entdecke neue Ideen und Materialien

Die besten Erfahrungen habe ich gemacht, wenn ich meine Suche nach Ideen ganz greifbar mache. Deshalb schreibe, spiele, zeichne, collagiere ich meistens, wenn ich recherchiere.

So nehme ich zum Beispiel eine Zeitschrift und schneide alle Fotos oder Teile von Fotos aus, an denen mein Blick hängen bleibt. Dann klebe ich diese Fotos in ein Buch, collagiere, sammle.

Immer wieder blättere ich das Buch mit den Collagen durch und schau mir an, was ich gefunden habe. Und nehme mir ein bisschen Zeit, um allen auftauchenden Assoziationen zu folgen.

Ich ergänze die Bilder mit Gedanken und notiere Worte, die mir dabei in den Sinn kommen. Träume. Lasse das Gesammelte tief in mein Unterbewusstsein eintauchen.

  • Spiele mit Assoziationen
  • Sammle
  • Schau was dabei auftaucht
  • Zensiere nicht

 

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Interessiere dich auch für Dinge, die dich eigentlich nicht interessieren

Gerade in Bereichen, die dich so ganz und gar nicht interessieren, kannst du eigene Ideen finden.

Versuche Interessantes in diesen Bereichen zu finden. Dort wirst du wirklich erfrischend neue Ideen finden und deine Arbeit wird besser und origineller werden.

Alles, mit dem du dich beschäftigst, wird sich in deiner Gestaltung niederschlagen.

Gerade am Berührungspunkt zwischen zwei gegensätzlichen Ideen kannst du interessante Ansätze und Anregungen finden, die viel Potential haben.

Ideen finden kannst du überall!

Deshalb schau dir bei der Recherche sowohl Dinge an, die dir gefallen, die dich anziehen und interessieren – als auch Dinge, die auf den ersten Blick nichts mit deinen Themen zu tun haben.

So kannst du auf eine frische, neue Idee kommen. Nicht, indem du ein Märchenbuch nach dem anderen durchpflügst oder eine Märchen-CD nach der anderen kaufst. Du kannst auch super Geschichten finden, wenn du z.B. Werbespots anschaust.

Ideen finden und um die Ecke denken, das ist das Ziel.

Lass deine Synapsen im Gehirn neue Verbindungen schaffen, die dir ermöglichen anders zu denken.

Und originelle, authentische Kunst zu schaffen.

Erst wenn du auch aus anderen Quellen schöpfst, als deine Kollegen, wird sich deine Arbeit unterscheiden.

Darum gehts doch! Oder willst du wie alle anderen klingen?

 

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Der beste Weg, um mittelmässig zu bleiben

Wenn du immer auf die Kollegen schaust und dich von ihrer Arbeit inspirieren lässt, kannst du tun, was du willst – deine Gestaltung wird immer deinem Vorbild ähnlich sehen.

Wenn du mittelmässig bleiben willst, dann mach dasselbe wie die anderen.

Warum ist das so?

Weil du lediglich Ideen konsumierst und die Ideen anderer damit höher bewertest als deine eigenen. Damit signalisierst du deiner Kreativität, dass sie nichts taugt und steuerst in eine kreative Sackgasse.

Statt die Idee vom Kollegen zu übernehmen, mach dich lieber auf den Weg und suche deine eigenen Ideen. Um die Ecke denken ist das Zauberwort!

Sich anzuschauen, was andere zu deinem Thema machen, ist meiner Erfahrung nach erst sinnvoll, wenn du schon mit deiner gestalterischen Arbeit begonnen hast und bereits deine eigenen Ideen umsetzst.

Denke um die Ecke, schlage neue Wege ein und bleib dir selber treu

 

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Breche die Regeln

Etwas das ich immer wieder im Gestaltungsprozess mache: ich breche die Regeln. Seien es Regeln, die ich mir selber einmal gegeben habe oder die von vielen anderen eingehalten werden.

Breche die Regeln und ändere sie immer mal wieder.

  • Arbeite mit grossem Format, wenn du üblicherweise nur Miniaturen malst.
  • Singe ein Märchen, wenn du sonst mit Worten erzählst
  • Rolle die Geschichte vom Ende beginnend auf, nicht wie sonst vom Anfang her
  • Erzähle 2 Märchen gleichzeitig, wechsle beim Erzählen von einer Geschichte zur anderen
  • Du arbeitest üblicherweise auf der Staffelei? Dann lege das nächste Bild auf den Boden, bewege dich rundherum, male von allen Seiten aus

Vielleicht bist du ja mit deinem bisherigen Vorgehen zufrieden. Doch oft findest du den besten Weg, wenn du neue alternative Lösungen auslotest. Hab Mut dazu!

 

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