Artikelfoto: Wissen teilen - Warum ich im Blog viel Wissen verschenke

Wissen teilen – Warum ich im Blog viel Wissen verschenke

Der Grund, weshalb ich diesen Blog begonnen habe: hier will ich Wissen teilen und meine Erfahrungen weitergeben. Das ruft offensichtlich bei einigen Lesern Verwunderung hervor. So fragte mich vor einiger Zeit meine Künstlerkollegin Heike:

Mir fällt auf, dass du so viele Informationen umsonst hergibst. Das ist doch dein Wissen, deine Erfahrung! Damit könntest du doch auch Workshops geben … Hast du keine Angst, dass du kopiert wirst?

 

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Gedanken freilassen & Zurückgeben

Ich hatte das Glück, einigen besonderen Lehrern zu begegnen, die mich in meiner künstlerischen Entwicklung gefordert und gefördert haben. Über viele Jahre habe ich mir Notizen gemacht, Beobachtungen niedergeschrieben, Wissen gehortet. All das hat seinen Niederschlag in meiner Arbeit als Künstlerin gefunden.

Was ich gelernt habe, ist mir ganz selbstverständlich und Teil meines Seins geworden.

Vor allem mein Theaterlehrer und Mentor Tony Montanaro (1927-2002) war – und ist ! – mir eine Quelle der Inspiration und des Wissens. Tony war nicht nur mit Haut und Haaren ein Künstler, er war ein Sucher und ergründete unermüdlich die Philosophie der Kunst und des Theaters. Nichts hat er zurückgehalten, hat alles seinen Schülern weitergegeben, was er in seinem vollen Künstlerleben erfahren hat.

Ich hatte das Glück 10 Jahre von ihm lernen zu dürfen. Selbst jetzt, lange nach seinem Tod, zehre ich von seinen Lehren. Ich möchte gerne etwas von dem, was ich von ihm bekommen habe, weitertragen und der Welt zurückgeben.

 

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Theorie und Praxis sind zwei verschiedene Stiefel

Über etwas lesen heißt nicht, dass du es gleich selber machen kannst. Zwar kannst du durch meine Blogbeiträge viele Tipps und Anregungen bekommen.

Alles dann tatsächlich umzusetzen und selber zu tun, ist eine völlig andere Sache!

Dazu braucht es vielleicht doch noch weitere Hilfestellung im direkten Kontakt.

Auch wenn ich hier viel von meinen Erfahrungen veröffentliche – es bleibt immer ein Großteil ungesagt.

Ich kann gar nicht all meine Erfahrung und mein Wissen teilen und verschenken. Wenn meine Erfahrung aus über 30 Jahren Berufspraxis als freischaffende Künstlerin in ein paar Artikel und Tipps passen würden, wär das ziemlich schlecht. Und ein Zeichen von Mittelmäßigkeit! Dann hätte ich in all den Jahren nur wenig dazu gelernt!

 

Gratis Wissen teilen oder sich in einem Kurs dafür bezahlen lassen

Klar könnte ich nur in Kursen, Workshops oder Ausbildungen mein Wissen teilen und gegen Geld eintauschen. Das ist ja ein lukrativer Markt und beliebtes finanzielles Standbein für Freischaffende.

Vor Jahren habe ich auch viel unterrichtet. Einerseits um mein Wissen weiterzugeben, doch auch, um mich von all den vielen gestalterischen Ideen zu befreien. Ich habe davon so viele und hab gar nicht genug Zeit sie alle umzusetzen, die reichen für mehrere Leben. Genau deshalb habe ich gerne welche an meine Studenten abgegeben.

Ich denke, wenn du wirklich souverän in deinem Metier bist, brauchst du keine Angst haben, dass dir irgendwann das Wissen und die Ideen ausgehen.

Heute verschenke ich im Blog so viel von meinem Wissen, wie ich mag.

Wer mehr möchte und intensiv mit mir arbeiten will, kann mich auf Honorarbasis buchen, z.B. als Regisseurin, für eine Aufführung, Vortrag, für ein ethnopoetisches Erzählspiel. Oder als Coach rund um Kreativität und Erzählkunst, wenn es mit deiner künstlerischen Arbeit gerade nicht so recht fliessen mag.

 

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Bloggen ist Geben und Nehmen

Auf meiner Erzählerwebseite schreibe ich ja über meine Angebote als Erzählerin und alles, was meine Aufführungen anbetrifft. Das ist aber nur eine Seite meiner Arbeit.

Als freischaffende Künstlerin brauchst du Kompetenz in vielen Bereichen, über die du hier im Blog lesen kannst.

Zum Beispiel schreibe ich in Ethnostories auch über die philosophische Seite der Erzählkunst und den künstlerischen Prozess. Ich denke, es kann nicht schaden, wenn ich mit meinen Fachbeiträgen als kompetent wahrgenommen werde.

Zudem mag ich die Herausforderung die passenden Worte für komplexe Themen zu finden, so dass meine Texte am Bildschirm lesbar und verständlich sind.

Ich muss gestehen, Bloggen ist nicht nur was für meine Leser. Sondern auch für mich, ein bisschen Eigennutz ist also auch dabei. Bloggen ist eben beides: Geben und Nehmen.

 

Schreiben üben

Ich schreibe zwar seit über 20 Jahren täglich, als Teil meines künstlerischen Prozesses. Als Hilfe, um mit meiner Kreativität in Kontakt zu bleiben.

Dabei entstehen, fast wie von selbst, auch immer wieder Texte über meine Grundhaltung als Künstlerin. Wenn ich mir nun so einen Text als Anstoss für einen Blogpost vornehme und weiter schreibe, sortiere ich meine Gedanken auch neu.

Durch das Schreiben schaffe ich Klarheit in den Gedanken. Gebe dem Ganzen eine Form. Und ich merke, mir tut das gut. Es ist wie Aufräumen im Kopf. Mich befreien von den Gedanken. Sie frei lassen.

 

Facebook Smalltalk vs. tiefgründige Texte

7 Jahre Facebook waren mir ein guter Anstoß fürs Bloggen und zum Wissen teilen. Ich habe keine grosse Lust mehr auf Sensatiönchen, Katzenvideos, Fotos von Frühstückscroissants oder schnellgeklickte Daumenhochs. Diese kurzlebige Flut von Informationen umschwirrt einen wie ein Schwarm von Eintagesfliegen und ist für mich viel mehr Ablenkung als inspirierend.

Zwar findest du auf Facebook auch weiter aktuelle Informationen über meine Auftritte oder neue Blogbeiträge von Ethnostories, ansonsten habe ich den Smalltalk auf Facebook kleingeschrumpft. Smalltalk war noch nie so mein Ding! Das ist wohl einer der wenigen Momente, in denen ich so was wie Langeweile erlebe.

Viel lieber möchte ich ein Thema tiefgründig zu beleuchten und dafür eine Form finden, die für viele verständlich ist.

Wer hier im Blog mitliest, ist bereit sich auf einen längeren Text einzulassen. Das schätze ich sehr! Falls du, lieber Leser, dich noch mehr beteiligst, kann dies auch ein Forum des Austausches von Erfahrungen und Meinungen werden. Ein Ort, wo Fragen gestellt und beantwortet werden.

 

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Sich anregen lassen ist okay, kopieren nicht

Wenn du dich durch meine Texte hier inspirieren lässt, freue ich mich. Wissen teilen und dir weiter helfen, mach ich gerne!

Allerdings gibt es eine feine Grenze zwischen sich anregen lassen und kopieren.

Ich bin mir schon im Klaren, sobald ich etwas veröffentliche, sei es hier im Blog, sei es eine Geschichte in einer Aufführung, wird es immer Leute geben, die ungefragt nehmen, kopieren und nachmachen. Teils als Zeichen ihrer Bewunderung – teils aus Neid und reinem Eigennutz.

Nicht okay ist, wenn du kopierst und ungefragt Texte oder Fotos übernimmst.

Da gilt das Urheberrecht. Denn alles hier auf der Website ist meine Schöpfung. Und wenn jemand ungefragt die Früchte meiner Arbeit nimmt,  derwird mit rechtlichen Konsequenzen rechnen können.

Falls du also Interesse an einem Bild oder Text von mir hast, dann frage mich.

 

Ich bin davon überzeugt, dass alles, was man freiwillig gibt, auch eines Tages wieder zurückkommt …

 

Falls du dich also für meine gratis Tipps revanchieren willst – Möglichkeiten für ein kleines Dankeschön gibt es viele:

  • Erzähle von deinen Erfahrungen mit meinen Gedanken und Tipps. Bleib kein anonymer Leser, sondern kommentiere, teile, gib Feedback, stelle Fragen
  • Verlinke auf deiner Website auf Beiträge hier im Blog
  • Empfehle Ethnostories weiter
  • Übrigens kannst du mir auch auf Bloglovin folgen
  • Teile meine Beiträge auf Facebook, Twitter, in Foren und wo du sonst online unterwegs bist
  • Wenn du über einen Link hier auf der Website bei Amazon einkaufst, bezahlst du den ganz normalen Preis und ich bekomme eine kleine Provision. Damit kann ich einen Teil der Unkosten für den Blog tragen. Bloggen kostet nämlich nicht nur viel, viel Zeit, sondern auch regelmässig Geld für Hosting, Domain, Software, Blogdesign …
  • Natürlich freue ich mich über jede Spende oder einen Amazon-Gutschein für meine Kaffeekasse

 

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